Adolf Wetzel – Ernennung zum Ehrenvorsitzenden

Schwäbische Zeitung berichtet (08.03.2018)

Opernbühne: OB Michael Lang und Intendant Prof. Dr. Philipp Ahner ehren Adolf Wetzel

Württembergisches Allgäu. Mit einer rauschenden Gala präsentierten sich Solisten, Chor und Orchester der Opernbühne Württembergisches Allgäu Ende Februar in zwei ausverkauften Aufführungen in Leutkirch und Wangen. Anlass genug für den federführenden Vorstand der Opernbühne rund um den neuen Ersten Vorsitzenden und Intendanten Prof. Dr. Philipp Ahner und Wangens Stadtoberhaupt Oberbürgermeister Michael Lang den Gründer, langjährigen musikalischen und organisatorischen Leiter der Opernbühne Adolf Wetzel in würdigem Rahmen nach der Pause in der Wangener Gala zu ehren. OB Lang ließ in seiner Ansprache wichtige Stationen der Ära Wetzel an der Spitze der Opernbühne Revue passieren:

Über 30 Jahre war Adolf Wetzel Initiator, Kopf und musikalischer Leiter der Opernbühne, zunächst als JMS-Schulleiter und bis November 2017 als Vorsitzender des Vereins „Opernbühne Württembergisches Allgäu“. Er war verantwortlich für die Tradition, große Oper auf den Bühnen der Allgäu-Städte Wangen, Leutkirch und Isny einem großen Publikum zu präsentieren. Eine Erfolgsgeschichte, die 1984 begann, als sich erstmals der Vorhang zu Wolfgang Amadeus Mozarts „Bastien und Bastienne“ hob.  Zunächst alle drei und später alle zwei Jahre wurde eine neue Opernproduktion auf die Bühnen gebracht. Bis 2001 wirkte die Opernbühne als Teil und unter dem Dach der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu (JMS). Mit der Produktion „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach im Jahr 2005 konstituierte sich die Opernbühne als Verein außerhalb der JMS. Unter Wetzels Ägide wurden Mozarts große Klassiker wie „Die Entführung aus dem Serail“ (1989), „Figaros Hochzeit“ (1991) und „Die Zauberflöte“ (2010) realisiert, hinzu kamen berühmte Operetten und komische Opern wie Albert Lortzings „Wildschütz“ (1994), Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ (1997), Strauss‘ „Zigeunerbaron“ (2000, Openair auf dem Marktplatz) und Gaetano Donizettis „Liebestrank“ (2008). Mozarts „Zauberflöte“ in 2010 bildete als großes Openair-Spektakel den Abschluss der musikalischen Leitung von Adolf Wetzel. 2012 übernahm Friedrich Wilhelm Möller die musikalische Leitung des Ensembles. Adolf Wetzel zog sich hinter die Kulissen zurück, um als Organisator und „Intendant“ die Fäden in der Hand zu halten. Ob Lang würdigte hier seine enormen Leistungen, als Planer, Geldbeschaffer und sogar „Stühlerücker“ stets in vorderster Front der Opernbühne zu dienen.

Intendant Ahner dankte und ehrte seinen Vorgänger für sein Lebenswerk rund um die Opernbühne mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der Institution. Unter tosendem Applaus des Publikums im ausverkauften Saal der Waldorfschule nahm Adolf Wetzel sichtlich gerührt eine besondere Urkunde entgegen.